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Neubau eines Aussichtsturms auf dem Glatzer Schneeberg

Den Kaiser-Wilhelm-Turms auf dem Glatzer Schneeberg hatte der „alte“ Glatzer Gebirgs-Verein (G.G.V.) von 1895 bis 1899 erbaut. Der 30,5 m hohe Turm wurde am 11. Oktober 1973 wegen Baufälligkeit gesprengt.

Kaiser-Wilhelm-Turms auf dem Glatzer Schneeberg

Nach jahrelanger Planung haben am 24. August 2020 auf dem Glatzer Schneeberg am Rande der Grafschaft Glatz die Arbeiten für den Bau eines neuen Aussichtsturms begonnen.

Der geplante Bau des neuen Aussichtsturms auf dem Glatzer Schneeberg (Śnieżnik) war immer wieder ins Stocken geraten. Nun scheint er nach jahrelangen Verzögerungen doch Wirklichkeit zu werden.
Die Idee vom Bau eines neuen Aussichtsturms auf dem Glatzer Schneeberg kam bereits 2013 auf. In den ersten Planungen überstiegen aber die Baukosten die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde. Es wurde nach einer Finanzierung aus Fördergeldern und Spenden gesucht. Auch der extern Glatzer Gebirgs-Verein (GGV) in Braunschweig hat Spenden für das Projekt gesammelt. Es schien die Finanzierung von geschätzten 19 Mio. Złoty (ca. 4,3 Mio. Euro) mit Zuschüssen der Europäischen Union möglich zu sein.
 

Zeichnung des neuen Aussichtsturmes auf dem Glatzer Schneeberg

 

Visualisierung des neuen Aussichtsturmes auf dem Glatzer Schneeberg

Zeichnung und Visualisierung des neuen Aussichtsturmes auf dem Glatzer Schneeberg
(Grafiken: Gemeinde Seitenberg/UMiG Stronie Śląskie)

Auf die erste Ausschreibung für die Bauarbeiten wurde nur ein Angebot über 21 Mio. Złoty (ca. 4,8 Mio. Euro) abgegeben. Gleichzeitig wurden Einwände von Naturschützern laut. Insbesondere äußerten tschechische Ökologen heftige Proteste, dass der Glatzer Schneeberg zum europäischen Naturerbe gehöre und dort eine Reihe von seltenen Arten der Flora und Fauna leben, die vom Aussterben bedroht sind und durch den neuen Turm und seine vielen Besucher gefährdet würden. Nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung wurde von polnischen und tschechischen Behörden schließlich die Baugenehmigung erteilt. Die Kostenschätzung wurde inzwischen auf 14,5 Mio. Złoty (ca. 3,3 Mio. Euro) reduziert. Die folgenden beiden Ausschreibungen waren jedoch nicht erfolgreich, weil kein Angebot abgegeben wurde.

An der im Frühjahr 2020 durchgeführten vierten Ausschreibung beteiligten sich acht polnische Baufirmen und gaben ein Angebot ab, von denen fünf einen Preis vorschlugen, der unter dem Budget von 14,5 Mio. Złoty lag. Durch die Corona-Pandemie habe sich die Baubranche verändert, wird vermutet.
Am 25. Mai 2020 hat die Gemeinde Seitenberg (Stronie Śląskie) die Angebote eröffnet und den Zuschlag für den günstigsten Preis erteilt. Der Aufbau des Turms kostet 13 Mio. Złoty (ca. 3 Mio. Euro), also 1,5 Mio. Złoty (ca. 350.000 Euro) weniger als im Budget geplant.

Vertragsunterzeichnung durch Bürgermeister Dariusz Chromiec
Wenige Tage nach der Vertragsunterzeichnung durch Bürgermeister Dariusz Chromiec (links auf dem Foto)
Beginn der Bauarbeiten für den neuen Schneebergturm
begannen die Bauarbeiten. (Fotos: Gemeinde Seitenberg/UMiG Stronie Śląskie)

Am 20. August 2020 unterzeichnete der Bürgermeister von Seitenberg (Stronie Śląskie), Dariusz Chromiec, einen Vertrag über den Bau des neuen Aussichtsturms auf dem Glatzer Schneeberg. Die Bauarbeiten werden von einer Firma aus Breslau (Wrocław) übernommen, die in Glatz (Kłodzko) von der Errichtung einer Wohnsiedlung bekannt ist.
Nur einige Tage später wurden am 24. August sogleich die Bauarbeiten mit der Räumung des Steinhaufens vom alten Kaiser-Wilhelm-Turm begonnen. Der Fertigstellungstermin für den neuen Aussichtsturm ist bis Ende September 2021 vorgesehen.

Quellen: Internetseiten 24klodzko.pl, klodzko24.eu, facebook.com/stronie

Christian Drescher
in extern „GGV-Mitteilungen“ Nr. 3/2020
und in „Grafschafter Bote“ Nr. 10/2020

 

 

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Erste Version vom 01.10.2020, letzte Aktualisierung am 01.10.2020.